Mittwoch, 3. Mai um 20.15 Uhr

Schmetterlinge im Ohr

Frankreich 2021
Komödie, 94 Min., FSK 0
Regie & Drehbuch: Pascal Elbé

 

Antoine (Pascal Elbé), ein gutaussehender Geschichtslehrer in seinen frühen Fünfzigern, ist Ignorant der Extraklasse, vor allem wenn es um Symptome des eigenen Alterns geht: Wortmeldungen seiner Schüler oder die Gefühlslage seiner Freundin – geht ihn nichts an. Sogar das morgendliche Schellen seines Weckers ignoriert er.

Seine neue Nachbarin Claire treibt er mit ohrenbetäubenden Lärm in den Wahnsinn. Ihre Wutausbrüche perlen an Antoine gnadenlos ab – wie alles in dieser Welt.

 

Erst als er in der Schule auch den Feueralarm ignoriert, ist Antoine gezwungen, sich der unangenehmen Tatsache zu stellen: Er ist so gut wie taub. Und das im besten Alter! Mit dem Einsatz von Hörgeräten eröffnet sich ihm bald eine neue Welt, aber die bringt nicht nur Freude. Dieses Accessoire der Alten passt einfach nicht zu seinem Selbstverständnis als Mann.

 

Noch schlimmer ist für ihn, dass er plötzlich alles mitbekommt, was er sonst entspannt ausblenden konnte. Seine demente Mutter, seine überforderte Schwester, die von ihm jahrelang brüskierte Lehrerschaft – alles prasselt nun ungefiltert auf ihn ein. Nur ein einziger Mensch bedrängt ihn nicht: Violette, die kleine Tochter Claires, die seit dem Tod ihres Vaters nicht mehr spricht. Plötzlich nimmt er gegen seine Natur Anteil an anderen. Mehr noch: er verliebt sich in ihre Mutter. Aber Hörgeräte sind kein Garant für gute Verständigung. Denn die will gelernt sein…

Eine hinreißend turbulente Komödie über die Schwierigkeiten der zwischenmenschlichen Kommunikation und den betörenden Charme der Ignoranz. Getragen von der gnadenlosen Komik, die entstehen kann, wenn Menschen nonchalant aneinander vorbeireden, nähert sich Schauspieler und Regisseur Pascal Elbé spielerisch einem existentiellen Thema: dem Unabänderlichen im Leben und der Chancen, die darin liegen, die Herausforderungen anzunehmen.

 

KoKi Speziale

Donnerstag, 4. Mai 2023 um 20.15 Uhr

2. Trossingen-Singapur Connection

Zum 2. Mal präsentieren  Musikdesign-Studierende der HfM Trossingen ihre Vertonungen von mehreren Animationsfilmen aus der Kooperation mit der Nanyang Universität Singapur und geben gerne Auskunft zum Entstehungsprozess von Musikkompositionen, Sounddesign und Mischung.

 

Gemeinsam mit Studiengangsleiter Prof. Florian Clemens Käppler und Prof. Hannes Rall von der Nanyang Technological University Singapur betreut Prof. Olaf Taranczewski die "Soundtrack Collaboration" zwischen der Hochschule für Musik Trossingen und den Studierenden der School of Art, Design and Media. Die Musikdesign-Studierenden tragen nicht nur die Musikkompositionen, sondern auch die Sounddesigns zu den Animationsfilmen aus Singapur bei.

 

Eine große Herausforderung der bereits seit 2012 bestehenden Kooperation ist, dass die künstlerischen Entwicklungsprozesse zwischen den Filmkünstlern in Singapur und den Komponisten in Trossingen rein digital über soziale Netzwerke, Videokonferenzen und Digitale Plattformen stattfinden. Dass auch diese Arbeitsweise zu exzellenten Ergebnissen führen kann, zeigen die Teilnahme an zahlreichen internationalen Filmfestivals und Auszeichnungen der gemeinsamen Projekte wie z.B. beim Crowbar Award 2015 (Singapore, 1. Preis bester Animationsfilm) und dem National Youth Film 2015 Award (UK).

 

Zu diesen Erfolgen haben neben Florian Käppler maßgeblich auch Filmkomponist Prof. Dr. Pitt Funck und Sounddesigner Jürgen Swoboda beigetragen.

Wie in der Filmmusik üblich, wird digitale Musikproduktion mit der Aufnahme klassischer Instrumente verbunden und aufs Frame genau zum Bild komponiert. Darüberhinaus werden durch die gemeinsame monatelange Projektarbeit Sprach- und Kulturbarrieren überwunden.

 

Mittwoch, 17. Mai um 20.15 Uhr

In einem Land, das es nicht mehr gibt

Deutschland 2022
Drama, 101 Min., FSK 12
Regie & Drehbuch: Aelrun Goette
Prädikat besonders wertvoll
Susanne (Marlene Burow), genannt Suzie – ihre Mutter war Suzie-Quatro-Fan – steht kurz vor dem Abitur. Damit gehört sie zu einer Gruppe von Auserwählten, die in der DDR studieren dürfen, ein Privileg, das nur wenige genießen, was Suzie durchaus bewusst ist.
Eines Tages wird sie auf offener Straße von Volkspolizisten kontrolliert. Bei der folgenden Durchsuchung findet sich bei ihr ein verbotenes Buch: „1984“ von George Orwell. Sie hat noch Glück im Unglück, denn sie landet dafür nicht im Gefängnis, wie so viele andere, sondern sie darf sich „in der Produktion bewähren“. Das heißt, sie muss die Oberschule verlassen und wird zwangsweise Lehrling in einem Metallberuf, Fabrikarbeiterin also.
Also kein Abitur, kein Literaturstudium, keine Aussicht auf die ersehnte Karriere als Schriftstellerin. Zähneknirschend beginnt Suzie die Ausbildung und leistet schwere körperliche Arbeit in einem harten Job, mit dem sie absolut nichts zu tun hat (und haben will) und bei dem sie zusätzlich von ihren Kolleginnen ständig und mit Argusaugen beobachtet wird.
Jeden Morgen muss sie mit der Straßenbahn zu der verhassten Fabrik fahren, in aller Frühe. Dabei wird Suzie, die wehmütig aus dem Fenster schaut, von einem Unbekannten fotografiert und findet wenig später zu ihrer Überraschung ihr Konterfei in der viel gelesenen Zeitschrift „Sybille“ wieder. Daraus entwickelt sich schließlich über mehrere Umwege der Beginn einer Karriere als Model, damals noch Mannequin genannt. Und diese Karriere hat Folgen, nicht nur für ihre Ausbildung: Suzie findet neue Freunde, von denen die meisten zur Underground-Szene der DDR gehören. Es dauert jedoch nicht lange, und die Stasi steht bei Suzie vor der Tür. Sie muss sich entscheiden, auf wessen Seite sie steht.
In der Geschichte von Suzie, die vom angepassten Mädchen zur Rebellin wird, verknüpft die Regisseurin und Drehbuchautorin Aelrun Goette ihre eigene Autobiographie mit historischen Aspekten und mit dem Lifestyle der End-Achtziger-Jahre.

 

Mittwoch, 31. Mai um 20.15 Uhr

Die goldenen Jahre

Schweiz/Deutschland 2022
Komödie, 92 Min., FSK 6
Regie: Barbara Kulcsar
Drehbuch: Petra Biondina Volpe
Prädikat besonders wertvoll

 

Es ist nie zu spät, um sein Glück zu finden. Die Schweizer Feelgood-Komödie ist eine Hommage an das letzte Drittel des Lebens.

 

Endlich frei! Ausgelassen feiern Alice (Esther Gemsch) und Peter (Stefan Kurt) ihre Rente und freuen sich auf die anstehende Lebensphase. Auf einer Kreuzfahrt durchs Mittelmeer – ein Geschenk der Kinder – wollen sie auch als Paar wieder mehr zu sich finden, so zumindest der Plan von Alice.

 

Doch als Peter seinen kürzlich verwitweten Freund Heinz (Ueli Jäggi) ungefragt mit auf die Reise nimmt, ist es aus mit der erhofften Zweisamkeit – und lange angestaute Eheprobleme treten ans Tageslicht. Nach einem Landgang in Marseille kehrt Alice kurzentschlossen nicht mehr an Bord zurück und nimmt sich eine Auszeit. Auf getrennten Wegen finden die zwei schließlich nicht nur zu sich selbst, sondern auch zu einer neuen Art, ihre goldenen Jahre zu verbringen.

 

Kontakt:                                 

Anke Weier

Postfach 1144, 78635 Trossingen

Festnetz: +49 (0) 7425 - 3393 992
Email: info@koki-trossingen.de