Mittwoch, 06. Juli 2022 um 20.15 Uhr

"Plötzlich aufs Land"

Genre: Komödie / Drama
Frankreich 2020, 92 Minuten, FSK
Regie & Drehbuch: Julie Manoukian

 

 

Eigentlich wollte Alex (Noémie Schmidt) nie wieder zurück ins Morvan, in die tiefste französische Provinz. Doch ihr Onkel Michel (Michel Jonasz) lockt sie mit einem Trick zurück in ihre Heimat: Er will endlich in Rente gehen, und sie soll seine Nachfolgerin in der Tierarztpraxis werden, die er zusammen mit Nico (Clovis Cornillac) betreibt.

Aber Alex hat mit ihrem Leben eigentlich ganz etwas anderes vor: Sie will als Mikrobiologin in Paris Karriere machen. Praktische Erfahrung mit Tiermedizin? Fehlanzeige... Nico glaubt nicht, dass Alex, die gerade erst ihr Diplom gemacht hat, für den Job geeignet ist. Und auch die Dorfbewohner sind nicht begeistert von der rebellischen Alex. Aber der völlig überarbeitete Nico braucht Hilfe... Kann er Alex überzeugen zu bleiben?

 

Mit PLÖTZLICH AUFS LAND zeigt sich ein neues Regie-Talent: Julie Manoukian, die auch das Drehbuch schrieb, inszeniert mit leichter Hand eine Komödie, die voller Realismus den harten Job des Landtierarztes ins Rampenlicht rückt. Unter ihrer Regie liefern sich Schauspieler und Regisseur Clovis Cornillac (ASTERIX BEI DEN OLYMPISCHEN SPIELEN) und die junge Schweizer Darstellerin Noémie Schmidt (VERSAILLES, FRÜHSTÜCK BEI MONSIEUR HENRI) als Nico und Alex ein Duell zweier Sturköpfe, die erst merken, wie sehr sie einander brauchen, als es fast schon zu spät ist... Und auch der Schauplatz, die idyllische Landschaft des Morvan-Naturparks im Herzen des Burgund, kommt in PLÖTZLICH AUFS LAND voll zur Geltung. Ein Film mit viel Herz und Humor, der in jeder Szene Lust aufs Land weckt!

Mittwoch, 20. Juli 2022 um 20.15 Uhr

"Lunana - Das Glück liegt im Himalaya"

Genre: Drama
Bhutan/China 2020, 109 Minuten, FSK 0

Regie & Drehbuch: Pawo Choyning Dorji
Oscar nominiert

Ein junger Lehrer aus der Stadt wird ins entlegene Lunana-Hochgebirgstal geschickt und macht sich widerwillig auf den Weg durch die bezaubernde Bergwelt. Vor Ort trifft er auf eine Gemeinschaft, die ihn mit Respekt betrachtet. Nur ein Lehrer könne «die Zukunft der Kinder berühren».

 

Der wunderschöne Spielfilm aus Bhutan wurde in Lunana auf 3'700 bis 4'200 m ü.M. mit Solarenergie und LaiendarstellerInnen gedreht, die dort die wohl abgelegenste Schule der Welt besuchen.

 

Ein Liebesfilm in Zeitlupe, möchte man sagen, so sanft ist er in seinen Annäherungen. Ugyen lebt in Thimphu, der Hauptstadt Bhutans. Eigentlich träumt er davon, nach Australien auszuwandern und dort als Musiker Karriere zu machen. Doch er wird dazu verknurrt, sein letztes Lehrjahr als Lehrer in Lunana zu verbringen. Dort steht im Dorf Lhedi (3'730 M.ü.M.) die wohl abgelegenste Schule der Welt, warten ein Dutzend Kinder wissbegierig darauf, unterrichtet zu werden. Sie wären der Traum eines jeden Lehrers, aber nicht der von Ugyen. Er will runter und weg. So einfach geht das allerdings nicht, denn Lunana liegt an den Hängen des Himalaya und ist nur in einem achttägigen Treck erreichbar.

 

Pawo Choyning Dorji lädt uns in seinem ersten Spielfilm ein, die Reise mit Ugyen zu unternehmen und ein Dorf kennenzulernen, in dem auch die Kinder mit wenig zufrieden sind. Die Geschichte, die er erzählt, setzt sich aus wahren Begebenheiten zusammen, die Menschen spielen sich selber.

 

Das Mädchen Pem Zam etwa, es rührt das Herz Ugyens und unseres. Er, der den Beruf des Lehrers an den Nagel hängen wollte, erfährt hier mehr übers Schule geben als in seiner Ausbildung. Und er scheint auch besser zu spüren, was das «Bruttosozialglück» bedeutet, das der König seinem Land verordnet hat und höher gewichtet als das Bruttosozialprodukt.

 

Der Film «Lunana» ist so etwas wie die Suche nach dem Glück, das wir gerne weit weg wähnen, wo es doch ganz nah sein kann. Über die hübsche Sandon und ihre Lieder lernt Ugyen Mythen des Gebirges kennen und ahnen, dass es in Beziehungen auch Tiefe und Glück geben kann. Ihre Annäherung geschieht ganz leise, in Zeitlupe, möchte man sagen.

 

Kontakt:                                 

Anke Weier

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