Mittwoch, 08. Mai 2019 um 20.15 Uhr

ALDEBARAN und die "Meeresschützer"

Ein Film- und Dialogabend                                                                          Frank Schweikert, Journalist und Biologe, berichtet über seine Expeditionen

Prominente Meeresschützer wie Fürst Albert II. von Monaco und Frank Schweikert
von der deutschen Meeresstiftung suchen nach Lösungen und stellen Forderungen an Politik, Wirtschaft und Verbraucher. Denn vor allem das Plastik landet wieder auf unseren Tellern.

 

Fürst Albert von Monaco und Frank Schweikert engagieren sich seit vielen Jahren weltweit für die Rettung unserer Gewässer. Während der Fürst vor allem internationale Forscher, Meeresschützer und Politiker an einen Tisch bringt, ist Frank Schweikert mit seinem Forschungssegler "Aldebaran" zumeist auf europäischen Gewässern unterwegs. Sein Motto: vom Wissen zum Handeln. Denn der größte Lebensraum unseres Planeten ist in Gefahr. Überfischung, Klimawandel, der Anstieg des Meeresspiegels, Müll, Energiegewinnung, Tiefseebergbau und vieles mehr bedrohen unsere Ozeane. So vielfältig sind die Gefahren, sagt Frank Schweikert, dass entsprechend umfangreich und weitreichend die notwendigen Maßnahmen organisiert werden müssen.

Fürst Albert und Frank Schweikert sind mit vielen anderen Wissenschaftlern einig: Das Überleben der Meeresbewohner und der Menschen auf der Erde ist ohne funktionsfähige Ozeane nicht möglich. Dabei ließe sich auf Basis des heute verfügbaren Wissens zahlreiche Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Entwicklung der Ozeane umgehend umsetzen, so Schweikert.

Beide haben dasselbe Ziel: Die Menschen für das Thema sensibilisieren, ihnen sozusagen alles einzuflüstern, damit sie verstehen, warum es keine Alternative zum Meeres- und Gewässerschutz gibt. Und dann Politiker zum Handeln bewegen. Für diesen Einsatz bekommen Frank Schweikert und die Deutsche Meeresstiftung, zusammen mit Fürst Albert II. und der Monaco-Stiftung, am 8. Juni den renommierten Europäischen Kulturpreis "Taurus" in Dresden überreicht.

Für "planet e." Anlass, dem Fürsten und dem Forscher über die Schulter zu schauen und sie in Monaco und bei aktuellen Forschungstouren mit der "Aldebaran" auf dem Bodensee und auf der Elbe zu begleiten.

Quelle: www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-die-meeresschuetzer

Mittwoch, 22. Mai 2019 um 20.15 Uhr

"Die Schneiderin der Träume"

Genre: Romanze/Drama

Indien/Frankreich 2018

Regie & Drehbuch: Rohena Gera

Länge: 99 Min.
FSK 0

 

Das Leben meint es nicht gut mit Ratna (Tillotama Shome). Gerade einmal 19 Jahre ist sie, als ihr Mann verstirbt. Da sie aus einer armen Familie stammt, nie wirklich Geld besessen hat, muss sie sich nun selbst darum kümmern, um über die Runden zu kommen. Dabei hat sie noch Glück im Unglück: Der aus den USA zurückgekehrte Ashwin (Vivek Gomber), bei dem sie als Dienstmädchen arbeitet, ist überaus freundlich und will ihr dabei sogar bei ihrem Traum helfen, Modedesignerin zu werden. Doch nach einiger Zeit müssen die zwei feststellen, dass sie mehr eint als nur eine Arbeitsbeziehung.

 

Viel braucht die indische Regisseurin und Drehbuchautorin Rohena Gera nicht, um ihre Figuren dem Publikum vorzustellen. Sie braucht vor allem keine Worte. Ratna wird früh als Frau gezeigt, die es gelernt hat sich unterzuordnen. Weil sie aus einer niedrigen Gesellschaftsschicht stammt. Weil sie eine Frau ist. Ashwin hingegen ist das egal. Er war in den USA, hat es dort zwar nicht zum Schriftsteller geschafft, aber doch jede Menge Erfahrungen mitgenommen. Und auch westliche Wertvorstellungen. Er nimmt Sachen gern selbst in die Hand, hält nichts von arrangierten Ehen oder den Erwartungen, die an einen Mann der indischen Oberschichte gestellt werden.

 

Ein Spiel der Kontraste
Gera zeigt damit nicht nur einen starken Kontrast auf, zwischen Mann und Frau, Ost und West, Tradition und Moderne. Sie legt damit auch den Grundstein für ein romantisches Drama, das sich mit der Situation in ihrem Heimatland auseinandersetzt. Dieses ist ja in erster Linie für die farbenfrohen Musicalausflüge des Bollywoods bekannt, schwelgerische Schmonzetten, in denen alle Menschen gut aussehen und am Ende das bekommen, was sie verdienen. Die große Liebe.

 

"Die Schneiderin der Träume" ist trotz des romantischen deutschen Titels damit aber kaum zu vergleichen. Zwar tragen auch hier die Damen gerne mal feuerorangefarbene Kleidung, wird von einem besseren Leben geträumt. Und natürlich bringt die Geschichte alles mit für eine moderne Cinderella-Geschichte. Aber es bleiben eben Träume.

Das Drama, welches bei der International Critics’ Week der Filmfestspiele von Cannes 2018 Premiere feierte, zeigt, wie noch immer das alte Kastendenken die Menschen bestimmt. Wie schwierig es ist, aus diesem auszubrechen, überlieferte Rollenmuster und Traditionen hinter sich zu lassen.

Quelle: www.film-rezensionen.de

 

 

 

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