Mittwoch, 04. Juli 2018 um 20.15 Uhr

"The Party" (deutsche Fassung)

Großbritannien 2017
Genre: Drama   l   Komödie

Laufzeit: 71 Min.   l   FSK ab 12

Regie und Drehbuch: Sally Potter

 

Um ihre Ernennung zur Gesundheitsministerin im Schattenkabinett zu feiern, lädt die ehrgeizige Politikerin Janet (Kristin Scott Thomas) enge Freunde und Mitstreiter in ihr Londoner Stadthaus. Als ihr Ehemann Bill (Timothy Spall) mit einem brisanten Geständnis herausplatzt, nimmt die Party eine überraschende Wendung. Plötzlich offenbaren auch die anderen Gäste lang gehütete Geheimnisse, woraufhin Beziehungen, Freundschaften, politische Überzeugungen und Lebensentwürfe in Frage gestellt werden.

Innerhalb kürzester Zeit kippt die kultivierte Atmosphäre in ein emotionales Chaos aus gegenseitigen Anschuldigungen. Während im Ofen die Häppchen verbrennen, fliegen im Wohnzimmer die Fetzen

wie die Whiskeygläser und die Party steuert unaufhaltsam auf den großen Knall zu.  

Mit sichtlichem Vergnügen sprengt Sally Potter in ihrer temporeichen Komödie eine linksliberale Partygesellschaft und beweist, dass die Wahrheit immer noch die größte Explosionskraft besitzt. Stilsicher inszeniert sie ihren brillant aufspielenden All-Star-Cast, der sich ein bissiges Wortgefecht nach dem nächsten liefert und dabei die Londoner Upper Class, Post-Post-Feministinnen und alteingesessene Linksintellektuelle genüsslich aufs Korn nimmt.

Quelle: theparty-derfilm.de

 

Mittwoch, 18. Juli 2018 um 20.15 Uhr

"Der Wein und der Wind"

Frankreich 2017

Genre: Drama   l   Komödie
Laufzeit: 113 Min.   l   FSK 0
Regie: Cédric Klapisch
Drehbuch: Cédric Klapisch und Santiago Amigorena

 

Jean (Pio Marmaï), der älteste Sohn, hat es auf dem kleinen Weingut im Burgund nicht mehr ausgehalten. Er musste raus, in die Weite der Welt.

Seine beiden jüngeren Geschwister blieben zurück und haben sich gemeinsam mit dem Vater

um das Gut und den Wein gekümmert. Nun liegt der alte Mann im Sterben. Also kehrt der mittlerweile 30-jährige Jean in seine Heimat zurück. Natürlich ist es ein von widersprüchlichen Gefühlen geprägtes Wiedersehen.

Zehn Jahre sind eine lange Zeit, in der sich viele Fragen und noch mehr Ressentiments anstauen können. Jean  kehrt nicht nur heim, seine Reise in die Vergangenheit ist auch eine Flucht vor den Problemen, die er und seine Frau in Australien haben.

Währenddessen kämpft Jeans jüngerer Bruder Jérémie (François Civil) um die Anerkennung seines übermächtigen Schwiegervaters, der ihm nichts zutraut.

Und Schwester Juliette (Ana Girardot), die von ihrem Vater immer gegängelt wurde, weiß zwar

um ihr außergewöhnliches Talent als Winzerin, aber es nagen auch ständig Selbstzweifel an ihr.

Und zu alledem haben die drei Geschwister nicht die geringste Ahnung, wie sie das Familienweingut nach dem Tod des Vaters halten sollen. Die Erbschaftssteuer ist hoch. Nebenbei braucht Jean unbedingt Geld für seine Weinberge in Australien.

 

Nach der Beerdigung ihres Vaters holen Jean, Juliette und Jérémie zwei alte Weine aus dem Keller. Den einen hat noch ihr Großvater gemacht, den anderen ihr eben verstorbener Vater.
Während sie die Weine fast ehrfürchtig trinken und dabei ihren Erinnerungen nachhängen, spiegelt sich in ihren Gesichtern eine Kaskade von Gefühlen. In ihren Weinen werden die Verstorbenen
noch einmal lebendig. Klapisch inszeniert diesen Abschied als Moment des Verstehens.
Plötzlich ergibt alles einen Sinn. Im Wein spiegeln sich eben nicht nur das Wetter und der Boden,
er offenbart zugleich auch die Persönlichkeit seines Schöpfers. Im idealen Fall werden Mensch und Natur, Fortschritt und Tradition in ihm eins.
Nach dieser Harmonie strebt Klapisch, und in einigen Momenten und Szenen erreicht er sie auch.
Quelle: epd-film.de

 

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